Challenge Roth Staffel

So schnell verfliegt die Zeit schon wieder und die Challenge Roth ist schon wieder Geschichte ist.
Noch immer überwältigt von meiner tollen Staffel und dem Rennen trage ich mal ein paar Zeilen dazu zusammen.
Das ist der 3. Start als Staffel bei der Challenge Rot und diesmal habe ich die Veranstaltung als besonders gelungen empfunden.
Als Einzelstarter zieht es mich oft zu den Ironmanveranstaltungen hin und war bis dato auch von der Organisation und dem Ablauf überzeugt.
Doch was die Challenge Roth mittlerweile auf die Beine stellt, ganz ehrlich – da kommt das große M nicht mit.
Angefangen hat es am Freitag auf der Expo. Diese war mit allen namenhaften Ausrüstern und Händlern besetzt und an jeder Ecke wurde einem ein Goodie oder etwas zum Essen oder Trinken angeboten.
Wahnsinn. Die Abholung der Startunterlagen war so gut organisiert, dass es zum Primetime 16:00 Uhr keine 5 min gedauert hat und wir unsere Startbeutel hatte.
Als Gutschein gab es für jeden Staffelstarter einen geräumigen Rucksack, welcher im Merchandising eingelöst werden konnte.
18:00 Uhr eröffnete die Pasta-Party und auch hier ging es sehr schnell, bis man seinen Platz gefunden hatte. Die Auswahl von Essen & Trinken war grandios. Es gab von allen und für jeden etwas.
Von meiner Seite gibt es hier 10 Punkte. Einziger Minuspunkt ist die Hitze in dem geschlossenen Zelt gewesen. Als Einzelstarter wäre ich nach draußen gegangen um nicht sinnlos Mineralien zu verlieren.
Wenn man die Seiten der Zelte geöffnet hätte, wäre es perfekt gewesen. Abends saßen wir noch mit Freunden in der Nähe des Schwimmstartes und hatten einen kurzweiligen Abend.

Der Samstag ist schnell erzählt. Ausschlafen – Frühstücken – Vorbelastung für Sonntag – Abgabe des Rades und gemeinsames Abendessen mit Freunden – ab ins Bett!

Wir haben uns gemeinsam entschieden ein paar Minuten länger zu schlafen und gegen 7:15 Uhr am Kanal zu sein. Und so hatten wir ein perfektes Timing und sahen die ersten Frauen als sie auf das Rad stiegen. Die Stimmung in und um Roth ist wirklich besonders. Überall sind Menschenmassen welche die Starter förmlich anpeitschen. Auf dem Weg zum Schwimmstart bekomme ich nicht nur einmal Gänsehaut. Unser Wechselzone öffnete kurz vor 8 Uhr und unser Staffelstart war 8:50 Uhr. Wir laufen zu Alex seinem Rad und ich orientiere mich gleich, wo ich nach meinem Start hinlaufen muss.
Neoprenanzug anziehen und schon ging es los. Wie immer vor einem Rennen, ist die Anspannung in der Luft zu spüren. Auf dem Weg zum Schwimmstart begleitet mich Alex, wir sehen noch eine befreundete Staffel aus Leipzig, kurze Verabschiedung und schon bin ich im Wasser.
Auch hier alles bestens organisiert. Mit einem lauten Knall wurden meine 3,8 Kilometer im Main-Donau-Kanal eröffnet. Der neue Neoprenanzug schwimmt sich super, leider habe ich keinen Wasserschatten und so schwimme ich … und schwimme … und schwimme. Die Orientierung im Kanal ist recht praktisch, irgendwann entdecke ich sogar die Kilometerangaben am Rad und denke mir: „hier wurde an alles gedacht“. Leider wird mein linker Arm nach einem Kilometer seltsam, erst schläft mir die Hand ein und dann zieht es Richtung Oberarm. Kein schönes Gefühl so zu schwimme… irgendwas ist eben immer. Nach der Wende geht es zurück und ich habe noch ca. 2000 m vor mir. Das Ufer gesäumt mit Zuschauern. Dann kommen die ersehnten Schilder mit 3600 m und ich gab die letzten 200 m noch mal alles . Ein Helfer zieht mich aus dem Wasser, ich öffne den Neo und laufe zu meinem Staffelpartner Alex. Übergebe ihm den Chip und auf geht es für ihn. 180 Kilometer.
Mir wird es schwindlig und ich ruhe mich ein paar Minuten aus. Dusche, lasse mich kurz massieren. Ich checke meine Schwimmzeit und sehe, dass ich 1:05 h geschwommen bin. Mein Ziel waren 1:00 – 1:05 h. So richtig zufrieden war ich im ersten Moment nicht, war aber dennoch im Soll. Als ich dann hörte, dass Daniela Ryf 3 min langsamer war und auch alle anderen Schwimmer, relativierte sich alles. Arm ist auch nicht mehr taub und es geht aus dem Wechselgarten. Ach ja, auch hier gab es Kuchen und Verpflegung! Steffi wartet schon und Hagen seine Eltern sind ebenfalls schon vor Ort. Ihn sehe ich noch im Wechselgarten, er ist happy über seine Schwimmzeit.

Mit dem Fahrrad fahren wir zum Solarer Berg, die Massen an der gesamten Strecke hauen uns um. Das Feeling am Solarer Berg – Leute das kann man nicht beschreiben. Fahrt 2018 selbst hin und schaut es euch an. Bilder sagen einfach mehr als Worte.

Irgendwann sitzen wir im Auto und sind auf dem Weg nach Roth, parken dort und laufen zur Wechselzone Rad – Lauf (T2). Vorher gönnen wir uns einen Café.
In der Wechselzone treffen wir unseren Marathonläufer Basti, der schon den ganzen Tag hier wartet. Er sollte dafür noch kurze Zeit später belohnt werden.
Neben uns setzt sich Chrissie Wellington und quatscht ganz entspannt eine halbe Stunde mit uns und wartet auf ihre Radfahrerin. Die Frau ist der Hammer. Immer am Lachen und noch immer fit wie ein Turnschuh. Auch Claudi und Hagen sind im Wechselgarten angekommen und machen sich fertig… na gut Claudi macht sich fertig für den Marathonlauf. Nach 4:45 h kommt Alex mit einer Wahnsinnzeit in den Wechselgarten. Basti macht ihm den Chip ab und läuft los. Chrissie gibt ihm noch ein paar Worte mit und wir verschwinden um unseren Läufer anzufeuern.

Die Laufstrecke ist eine reine Partyzone und dieses Jahr mit neuer Streckenführung. Wir stehen an einer Stelle wo wir Läufer zu beiden Seiten sehen können. Einige bekannte Einzelstarter und auch unsere Staffeln können wir so anfeuern. Nach 3:26 h sehen wir Basti und laufen als Orthomol-Staffel mit einem 4. Gesamtplatz ins Ziel!

Es war fantastisch!!!!