Am 12. August erhielt ich die freudige Nachricht, dass ich einen Startplatz für die Mitteldistanz gewonnen habe.
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Nach der großen Freude kam die große Frage nach der Form. 
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Nach dem Ironman auf Hawaii bestand mein Training aus Einheiten, so wie das Wetter passte und die Lust mitspielte.
💪
4 Wochen Zeit – die Grundlagen sind da – in den Mixer wurden ein paar wichtige Kerneinheiten reingeschmissen, umgerührt und gestern passte alles zusammen. Fast alles, den so ganz perfekt ist ein Triathlon doch nie oder?
🤦‍♀️
Übrigens wollt ihr mich morgens und vor der Wechselzone nicht erleben.
Ich schwöre mir jedes Mal, dass ich das nie wieder mache. So auch am Sonntag. 10 Grad Außentemperatur luden nun tatsächlich nicht ein.
Aber der Wettergott hat wohl ein Triahtlonherz und so kam die Sonne kurz vor dem Start raus und es wurde angenehm. Hach ja, immer diese Vorwettkampfaufregung.
Kaum fällt der Startschuss, denke ich darüber gar nicht mehr nach, sondern genieße es einfach. Irgendwie erinnere mich daran auch nicht mehr, wenn ich mich zu weiteren Wettkämpfen anmelde.
Ist das Triathlonamnesie.
🏊🏻‍♀️
Die Kerneinheiten beim Schwimmen bestanden in den verbleibenden Wochen aus -> tataaaa – Intervallen – rausgekommen sind für die 1,9 km Schwimmen 30:29 min.
🙏🏻
Ich kam als 3. Frau aus dem Wasser und hatte somit eine komfortable Ausgangslage. 

Mit einem perfekten Wechsel ging es auf die knapp 98 km lange Radstrecke und einer kleinen Aufholjagd.
💨🚴‍♀️
Die Anfahrt zu der 3 mal zu durchfahrende Radrunde war anspruchsvoll. Hier überholte ich schon eine Frau. Auf den engen Radwegen bestand teilweise Überholverbot, man wechselte oft von Straße auf Radwege und wieder zurück. Dadurch war die Radstrecke aber auch abwechslungsreich und zauberte mir ein breites Lächeln ins Gesicht.
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Immer schön drücken, genau Meins. Irgendwann in der ersten Runde überholte auch die bis dahin führende Frau. Trotz aller Unebenheiten, war die Strecke gut gekennzeichnet.

In der ersten Radrunde verlor ich meine Getränkeflasche und damit auch ein Teil meiner Wettkampfverpflegung,. Irgendwas ist halt immer.
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Am Ende waren es knapp 37 km/h Durchschnitt auf den 97,5 km langen kurzweiligen Radkurs.
🚴‍♀️💨
Nach 3:13 h (Swim & Rad) war ich wieder in der Wechselzone und gespannt, was meine Laufbeine heute noch so vor hatten.

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Nach 3:13 h (Swim & Rad) war ich wieder in der Wechselzone und gespannt, was meine Laufbeine heute noch so vor hatten. 🦵
Den ersten Kilometer lief ich etwas verhalten los und dann nahm ich meine Wettkampfgeschwindigkeit auf. Mittlerweile laufe ich bei Wettkämpfen oft ohne Uhr  .

Die Laufrunde mit teilweise brandenburgischen Sandboden war gut gefüllt, denn mittlerweile waren auch die StarterInnen der olympischen Distanz unterwegs waren. 🤣

Am Tag zuvor habe ich mir übrigens eine Laufdistanz von 2 km erwünscht. Die letzten 4 Wochen hatte ich einen Durchschnitt von 21 Laufkilometern pro Woche. Nicht viel, diese dafür aber intensiv.

Also zerteilte ich mir die Strecke in 10 x 2 km und so verflog einer nach dem anderen. 💨
Irgendwann kam mit Jessi entgegen und wir klatschten uns ab. Über ihren Spruch musste ich auch noch die nächsten 10 km schmunzeln 😊. Nach 10 Kilometer war der Wendepunkt und die Strecke noch einmal zu laufen. Hier sah ich dann die mir auf den Fersen hängende erste Frau.

Also zog ich für 3 km noch etwas an Tempo an, nahm ausreichend Verpflegung zu mir und da passierte es. An einer Verpflegungsstelle übersah mich ein Helfer und lief in mich hinein😵.
Kurz geschüttelt, nichts passiert und weiter ging es. 🎊Ungefähr 500 m vor dem Zieleinlauf schaute ich mich diesmal um, wie groß mein Vorsprung ist.

Diesmal war wirklich niemand zu sehen. Auf einen Zielsprint wie beim Neuseenman konnte ich verzichten.

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Ich strahlte mit der Sonne um die Wette und durfte als erste Frau, nach 4:58 h, den Zielbanner hochhalten. Ein schönes Gefühl, wenn man mit allen Disziplinen sehr zufrieden ist.