Ironman Weymouth 

Nach einer sehr spontanen Idee und der guten Radform von der Tour de Nord (2000 km mit dem Rennrad von Deutschland nach Norwegen) wurde es also doch ein Ironman. Okay – normalerweise bereitet man sich etwas spezifischer vor, wiederum tat die kurze Vorbereitung auch gut, denn ich war im Kopf ziemlich frisch dafür. Und da ich mich ohnehin jeden Tag irgendwie bewege, war es ja nicht ganz aus der Kalten.

Ergebnis: Platz 5 gesamt! Beste Deutsche und 3. Frau AK

Also ging es Anfang September nach Weymouth. Weymouth liegt in Südengland an der Jurassic Coast. Ein wirklich hübsches Fleckchen Erde.

Die Tage davor galten der Entspannung und dem Besichtigen der Radstrecke. Diese sollte nicht gerade eben sein, aber ich muss zugeben, sie war schon ziemlich profiliert. Wie immer fühlt man sich die Tage davor total unfit und nach so einigen Langdistanzen ist das Vorprogramm und der Ablauf für den Wettkampf sehr ähnlich.

 

Der Rennmorgen war sehr frisch, dafür keine Wolke am Himmel und die Frage, Extrashirt über den Einteiler oder weglassen. Ich entschied mich für weglassen. Nachdem der Neoprenanzug angezogen war, wollte ich meine Wettkampfverpflegung abgeben. Entgegen der Wettkampfbesprechung entschied man sich keine Eigenverpflegung fürs Laufen zu organisieren. Was in mir erst mal Panik auslöste, denn es gab auf der Laufstrecke nur Gels mit Fructose. Okay, schauen wir mal! Was anderes ging in 10 min vor dem Start ohnehin nicht.

 

Pünktlich 7 Uhr fiel der Startschuss für das Schwimmen in der schönen Bucht von Weymouth.

Zusammen mit Startern der Mitteldistanz ging das Rennen sehr unrhythmisch los und ich konnte nach 1:06 h als 3 Frau das Wasser verlassen.

Dann ging es recht verhalten auf´s Rad. Der Kurs bot einiges an Abwechslung und Bergabpassagen, auf dem der Tacho knapp 80 km anzeigte.

Es waren 2 Runde a 90 km zu fahren und in der zweiten Runde überholte ich die bis dahin erste Frau aus Finnland. Nach 5:43 h und 2000 Höhenmetern in den Beinen, wechselte ich als 1. Frau mit der schnellsten Radzeit des Tages auf die Laufstrecke.

Ich habe es ruhig angehen lassen, denn die fehlende Eigenverpflegung wird sich definitiv auf die Laufzeit auszahlen. Am Anfang hatte ich noch etwas Eigenverpflegung dabei, doch dann wurde es sehr zäh ab Kilometer 10. Alex und ich sahen uns auf der 4 mal zu laufenden Strecke und er hat extra ein Redbull für mich mitgenommen. Nachdem ich das Redbull getrunken habe, ging es für eine Weile sehr gut, allerdings musste ich auch einige Frauen ziehen lassen. So ein Nüchternlauf nach 9 h ist dann doch recht kräftezehrend und am Ende lief nur noch der Kopf.

Nach 11:09 h durfte ich als 5. Frau Gesamt – beste Deutsche und 3. Frau meiner Altersklasse die Ziellinie überqueren.

Was für ein Experiment 🙂