Triathlon Blog

Finnland

Finnland

Und dann hieß es schon wieder: Leinen los! Diesmal hatte ich das Vergnügen Finnland kennen zulernen.
Mit Finnlines und Fintouring 24 standen zwei tolle Partner an meiner Seite.

Mit der Fähre startete meine erholsame Reise von Travemünde nach Helsinki. 29 h dauert die Fährüberfahrt. Klingt erstmal sehr lange, aber mit der gestellten Außenkabine und dem Mahzeitenpaket kommt man sehr entspannt in Helsinki an, besser geht es nicht.

Bei sommerlichen Temperaturen erreichten wir Helsinki. Mit dem Auto ist der Fährhafen ungefähr 20 min vom Stadtzentrum entfernt. An einem Sonntag ist das Parken in Helsinki kostenlos. Kann man erwähnen, da das Parken sonst einiges kosten kann. Wir ließen uns einfach treiben und erkundeten die schöne sonnige Stadt. Shoppten durch ein paar Geschäfte, genossen unser Café in der Sonne, schauten uns die umliegenden Sehenswürdigkeiten an und freuten uns hier zu sein.

Am Nachmittag fuhren wir zu unserem gebuchten Haus. Wir waren schon sehr gespannt was uns erwartete.
In Tervalampi, ca. 40 km von Helsinki entfernt, fuhren wir irgendwann auf einen Schotterweg und nach 4 km durch dichten Wald erreichten wir unsere Unterkunft. Ein Haus am See. Der See 20 m entfernt, das Haus wundervoll und mit finnischer Sauna. Klar – wie sollte es anders sein. Perfekt für einen entschleunigten Trainingsurlaub.

Wir nahmen unsere Kaffeetassen und setzten uns auf den Steg, die Sonne strahlte und wir waren glücklich.

Die nächsten Tage erkundete ich mit dem Rennrad die Umgebung und stellte fest, ganz anspruchsvolles profiliertes Terrain.Und auch die Läufe waren nicht weniger anspruchsvoll. Trail Running vom Feinsten. Das feilt auf alle Fälle gut an der Trainingsform für den Ironman auf Hawaii.

Kurz vor Mittsommer dämmert es in Finnland nachts nur. Und so wurde es für uns dieser Tage zur Tradition mit dem Boot auf den See zu rudern.

Was bleibt zu erwähnen! Wer eine Woche Ruhe und Natur sucht, der ist hier am richtigen Ort. Mücken hatten wir überhaupt keine, davor haben uns alle gewarnt. Die Finnen sind nicht sehr kommunikativ, wie auch bei den paar Einwohnern.

Ich habe wieder ein Land mehr auf unserem schönen Planeten erkundet und bin sehr dankbar dafür.

Genießt das Leben!

Gemeinsam nach Hawaii

Gemeinsam nach Hawaii

Unser KONA-FLIEGER füllt sich!

Die Zeit verfliegt und nun sind es noch 5 1/2 Monate bis zur Ironman Worldchampionship.

Für unser Projekt Kona2Gether dürfen wir euch stolz unsere Sponsoren vorstellen!

  • meta FACKLER und metavirulent
  • CrediMaxx
  • Amazone
  • Projecter
  • Tobias Jähn Heilpraktiker Leipzig
  • Michael Wittek Transporte
  • Currex
  • Spoorth Leipzig
  • Merida BIKES

 

WIR BEDANKEN UNS UND FREUEN UNS AUF DIE GEMEINSAME ZUSAMMENARBEIT!!!!!

Trainingslager Mallorca

Trainingslager Mallorca

Ich bin bereits die zweite Woche schon wieder zu Hause und wollte noch mal einen kleinen Rückblick geben. Rückblick seit Januar und auf das Trainingslager.

Im Januar bin ich offiziell wieder ins Training eingestiegen und es ging vorwiegend erstmal darum, sich an geregeltes Training zu gewöhnen und die Grundlagenausdauer aufzubauen. Ich setzte vermehrt auf den Schwerpunkt Lauf, weil das Wetter doch recht ungemütlich für Outdoor-Radfahren war. Doch Anfang März holte ich meinen alten Rollentrainer aus dem Keller und teste mich auf Zwift. Das hat mich doch ganz schön gefesselt und so kurz vor Mallorca konnte ich noch einige Einheiten auf der Rolle fahren. Auf Mallorca selbst merkte ich, keine Radform da – zumindest hätte ich dieses Jahr ganz schön kämpfen müssen bei dem Klassiker – Alcudia – Andratx – Alcudia (200 km).

So ging es vernünftigerweise über 3-5 h aufs Rad, konnte zusätzlich in 6 Tagen 3 Lauf- und 3 Schwimmeinheiten absolvieren & das ganze mit Sonne und sehr netter Begleitung.

Zuhause bin ich noch eine Woche gezwiftet und hab so einen 3-wöchigen Radblock absolviert. Das Training für den Ironman Hawaii läuft sozusagen und bis zu meinem Saisonhöhepunkt sind es 8 Monate. Perfekt. Diese Woche heißt es dann Entlastungswoche! Ich bin gespannt, was die 3 Wochen Training gebracht haben und werde in den kommenden Tagen mal den FTP-Test wiederholen.

Noch ein paar Sätze zu Mallorca.
Wenn man Glück mit dem Wetter habt (DANKE, dass hatte ich), ist es einfach die schönste Insel zum Radfahren und für die Erholung.Das satte Grün, die Orangenplantagen, die netten Menschen, die leckeren Cafés, die wunderschönen Orte, verzaubernde Landschaften! Es ist einfach eine Insel für das Herz und die Radform baut sich fast von selbst auf.

In diesem Sinne, RIDE on – Train on und vergesst das GENIEßEN nicht!

Ironman 70.3 Thailand – man muss verrückte Dinge tun!

Ironman 70.3 Thailand – man muss verrückte Dinge tun!

Man muss verrückte Dinge tun, um gelebt zu haben!

Nachdem wir am 14.11. aus China zurück waren und ich einen Infekt im Gepäck bzw. im Körper hatte, war ich ein paar Tage an die Couch gefesselt. Und irgendwie komme ich da immer auf die verrücktesten Ideen. Alex hatte seine Quali für Hawaii und ich überlegte mir, was ich noch anstellen könnte um auf Hawaii nicht Supporter zu sein. Es gab da ja ach etwas Recherche noch einen Wettkampf in Thailand. Es war Mittwoch, wenn es mir bis Samstag besser geht, könnte Frau ja nochmal genauer überlegen….! Es war Samstag und mir ging es besser. Ich schrieb einer Freundin von meiner Idee. Ihre Antwort: Ich komme mit! Alex kennt mich ja mittlerweile und fand die Idee nicht so überraschend und irgendwie auch gut. Also wieder Sachen gepackt, beim Triathlon hat man ja so einiges zu packen und mit einem wirklich gutem Angebot ging es mit Qatar Airways nach Phuket zum nächsten Wettkampf. Die Maschine auf dem Hinflug nach Doha war leer. Ich hatte eine 4er Bank und konnte sogar die Augen schließen und schlafen. In Doha gab es einen kurzen Aufenthalt und dann ging es weiter nach Phuket. Dort angekommen traf uns der Schlag. Irgendwie hatte ich vergessen, wie warm und schwül es in Thailand ist. Zum Glück, sonst wäre ich wohl nicht hier. Hihi. Andere als in China war es hier weniger gut organisiert mit dem Transfer. Das Rad stellte das größte Problem dar. Nachdem ein anderer Triathlet ähnliche Probleme hatte und er in der Nähe von unserem Hotel wohnte, organisierten wir uns zusammen und kamen abends etwas geschafft im Hotel an. Essen und Schlafen.

Aber tataaaa, auch mein Infekt war am nächsten Morgen wieder da. Also habe ich mich erstmal als reiner Tourist auf Phuket aufgehalten und mit meiner Freundin die Sonne genossen. Das Hotel und der Triathlon waren in dem Bereich Laguna Phuket. Alles sehr ordentlich gehalten und nicht ganz mit dem typischen Thailand zu vergleichen, aber trotzdem angenehm europäisch. Mit scharfem Essen und ein paar Zügen im Meerwasser ging es mir recht schnell wieder besser. Die Akklimatisierung… naja, dazu brauchte man hier wohl ein paar Tage mehr.
Es hatte sich viel verändert, zuletzt war ich 2007 in der Gegend. Nachdem ich mein Rad zusammengebaut hatte und an dem Ventil etwas abgebrochen war, suchte ich einen lokalen Radladen auf. Problem gelöst.

Mitte der Woche ging es mir wieder etwas besser und ich fuhr den steilen Teil der Radstrecke ab. Ich muss schon zugeben, die war schon wirklich anspruchsvoll. Die hohe Luftfeuchtigkeit machte vor allem das bergabfahren ziemlich gefährlich. Der Asphalt war wie Schmierseife.
Fit war natürlich etwas anderes, also drehte ich nach gut einer halben Stunde wieder um und schaute mir vom Motorroller aus die Strecke nochmal an. Die Tage danach waren ziemlich entspannt. Ausruhen, ausruhen und ausruhen.

Freitag war die Pastaparty und ein kleines Unterhaltungsprogramm. Hier im asiatischen Bereich wird sich noch richtig Mühe gegeben und den Teilnehmern etwas geboten. Sehr zu empfehlen. Samstag dann die übliche Radabgabe. Der Wechselgarten für die Räder direkt am Strand. Was für eine Kulisse. Toll. Nur ich fühlte mich nicht so richtig fit.

Raceday! Ich stellte mich recht weit vorne beim Schwimmen hin. Auch diesmal gab es einen Rolling Start. Mit dem Start der Profis um 6:30 Uhr war das Rennen eröffnet. Kurze Zeit später befand ich mich im Wasser und war nur am Überholen von langsamen Athleten. Im Wasser fühlte es sich ganz gut an, aber schon beim Schwimmausstieg merkte ich, dass mein Puls zu weit oben war. Also begann ich mehr als verhalten den Radpart. Besonders in den Bergen überlegte ich, ob es eine gute Idee ist hier zu fahren. Also tat ich so, als wäre es gar kein Wettkampf und genoss die Radstrecke. Und zu sehen hat man hier eine ganze Menge. Nach 90 Kilometern stellte ich mein Rad wieder in den Wechselgarten und lief los. Meine Supporterin sollte ja nicht enttäuscht sein und ich war wohl sogar noch 3. Frau. Beim Laufen musste ich ganz schön Federn lassen und versuchte mich mit Eiswürfeln zu kühlen so gut es ging. Am Ende ging es nur noch um die Finnischer-Medaille und die hatte ich nach über 5 h dann auch endlich um den Hals.

Witzig war noch, dass mich jemand nach dem Wettkampf ansprach und nach Leila Künzel gefragt hatte. Und ich meinte dann einfach nur: hier. Es war ein Arbeitskollege von Alex, der zufällig mit seiner Freundin hier urlaubte und Alex angeschrieben hat, ob wir hier sind.

Und die Moral von der Geschicht: man erinnert sich doch hauptsächlich an die verrückten gelebten Dinge.

Die Tage nach dem Wettkampf erkundeten wir noch Cocanut Island. Eine Insel ohne Strom und wie Thailand vor ca. 30 Jahren. Sehr zu empfehlen. Mit einem Longtailboot sind wir für 100 Bath hingefahren und hatten einen tollen Tag mit Einheimischen.

Khop Khun Khrap Thailand. Es war mir eine Ehre.

Wenn der Nikolaus Aloha im Gepäck hat!

Wenn der Nikolaus Aloha im Gepäck hat!

Wenn der Nikolaus Aloha im Gepäck hat!
Tja, was soll ich bzw. wir sagen…

Ein sportliches Jahr, was kaum zu überbieten geht, neigt sich dem Ende. Ein Ende mit vielen Höhen, ganz vielen!

Damit es nicht zu lang wird, erspare ich euch viel Text und fasse mich kurz. Alex wollte gern 2018 nochmal auf Hawaii starten, ich dann irgendwann auch, wäre ja ohnehin mitgeflogen. Also ging es mit unserer Reisegruppe Wales (vielen Dank dafür) nach Tenby. Die Rennzusammenfassung kennt ihr – kalt, windig und sogar ungewöhnliches hartes Wetter für Wales, am Ende – Slot knapp verpasst. Am Abend nach dem Rennen wollte ich mich von meinem Ironman Account abmelden, am Morgen danach war ich froh die Anmeldung für das nächste Rennen noch nicht abgeschickt zu haben.

9 Wochen später befanden wir uns, nach einer aufregenden Hinreise, in China wieder. Die Einzelheiten unsere Räder und Tortour ersparen wir euch. Moderne und Tradition liegen hier so eng nebeneinander – wir waren fasziniert! Das asiatische Essen in Chinatown ein Hochgenuss. Man muss sich nur einlassen. Wir lernten netten Chinesen kennen und irgendwann kannte man uns in dem Viertel – die einzigen Hellhäutigen. Wir hatten Freude miteinander, kommunizierten mit Händen und Füßen. Xiamen liegt am Meer und ist recht smogarm. Wir konnten die letzten Einheiten gut trainieren. Der Asphalt zum Radfahren ein Traum. Aber!!! Wie soll das mit dem Verkehr zum Ironman funktionieren? Der Wettkampf rückte näher, das übliche Prozedere – Radabgabe, Briefing…

Der Wettkampf in Xiamen ist schnell erzählt – Vollgas bis zum Ende. Die Radstrecke komplett über 2x45 Kilometer abgeriegelt. Was für ein Kino. Alex gewann souverän seine Altersklasse und ist Asia Pacific Champion! Der Konaslot safe! Ich holte mir den 2. Platz – hinter einer ehemaligen Profiathletin, aber es gab nur einen Startplatz für Hawaii in meiner Altersklasse. Und so war es dann auch, bis der Nikolaus von Ironman eine Email ins Postfach gelegt hat! Ich dachte erst an Spam, aber der Absender stimmte. In der Email folgender Inhalt:

Lieber Sportler,
Wir möchten Ihnen mitteilen, dass wir aufgrund der falschen Zuteilung von qualifizierenden Slots für die IRONMAN Weltmeisterschaften 2018 vor Ort beim IRONMAN 70.3 Xiamen 2017 einen zusätzlichen Slot für Ihre Altersgruppe bereitstellen.

Bitte antworten Sie innerhalb von 24 Stunden, wenn Sie den Slot akzeptieren oder ablehnen möchten.

Mein Herz!!!!  Klar will ich bei der Ironman Worldchampionship starten!!

Am Abend kam der Registrierungslink! Kein Fake! Wieso weshalb und warum es den Slot jetzt noch gab – keine Ahnung, völlig egal!

——> und wir sagen und machen dann mal ALOHA!!!!

Fakts 2017:

Wir sind beide Gesamtsieger des Peugeot Neuseenhero Challenge!
Alex zum 4. mal Gesamtsieger der Sparkassen Challenge
Platz! Ich denke jetzt alle Plätze im Gesamtklassement ab…
Der unglaubliche Ironman Wales, Ironman 70.3 Thailand, Leipzig Triathlon, Challenge Roth, ….
Naja, mehr findet ihr auch hier: www.leila-kuenzel.de/erfolge/

Vielen Dank für die Unterstützung und Begleitung an unsere verrückten Freunde und Familie! Jetzt dürft ihr endlich wieder nach Hawaii!

Vielen Dank an all die Firmen, die uns auf unseren Weg begleitet und unterstützt haben. Credimaxx, Radhaus Leipzig, Mario Schmitt-Wendling, Carboo4U, Topo-Athletik, sorry, wenn ich im Gefühlschaos jemanden vergessen habe!

Ironman Xiamen – China

Ironman Xiamen – China

Am nächsten Morgen wollten wir die autofreie Insel Gualangyu besuchen. Also sind wir mit dem Taxi für 5 Euro (15 Kilometer) zum Bootsterminal gefahren. Dort war es eine Herausforderung ein Ticket für das Boot und die Insel selbst zu ergattern. Irgendwann hatten wir aber jeder ein Ticket und mussten jetzt noch etwas auf die Fähre warten, wie die anderen zig-Personen. Die Bootsüberfahrt war sehr schön, auch hier hatte man nochmal einen tollen Blick auf Xiamen. Auf Gualangyu angekommen, gönnten wir uns erst mal eine frische Kokosnuss. Was für ein großes Ding und so lecker. Die Insel, auch Klavierinsel genannt, ist nicht sehr groß und man kann im Grunde an einem Tag recht entspannt die Insel umrunden und erkunden. Das machten wir dann auch. Eintritt für bestimmte Sehenswürdigkeiten sind noch mal extra zu bezahlen, halten sich aber im Rahmen. Wir wollten auf den höchsten Punkt der Insel, auf den Felsen des Sonnenlichtes,  und hatten gleichzeitig ein kleines Treppentraining. Von oben sah man, dass die Insel doch ganz gut bebaut ist. Überall wurden Villen im Kolonialstil errichtet. Den Tag verbrachten wir noch entspannt hier. Die Bootsüberfahrt zurück ist schnell erzählt. Viele Menschen und wir mittendrin. Uns sprach ein Chinese auf Englisch an und wir hatten eine gute Kommunikation miteinander. Er ist Englischlehrer und wohnt nah an Xiamen. Haha – 5 h mit dem Schnellzug. Gemeinsam gingen wir noch etwas Essen, er mit Schlürfen in chinesischer Manier, wie europäisch :). Er begleitete uns noch zu dem chinesischen Arzt und übersetzte mir alles. Ich trinke jetzt 3 Monate Tee!

Die nächsten Tage hielten wir uns in unserer Hood auf, trainierten und ruhten uns für den Wettkampf aus.

Wettkampfvorbereitung, Wettkampf und die Tage danach!

Die Wettkampfvorbereitung ist schnell erzählt und mittlerweile beim jedem Wettkampf der WTC standardisiert! Samstag ist die Abgabe der Fahrräder in der Wechselzone, dazu kommt die Kleidung für das Laufen und Radfahren. Vorher gab es für uns eine kurze schnelle Vorbelastung von ein paar Intervallen auf dem Rad und einem kleinen Koppellauf.

Raceday:

Der Start war 7 Uhr. Entsprechend zeitig durften wir aufstehen – 4 Uhr morgens. Wir nahmen etwas Nahrung auf und bereiteten unsere Wettkampfverpflegung vor. Gegen 5 Uhr verließen wir das Hotel Richtung Wechselzone.  Nach ein paar Minuten sind wir am Strand angekommen. Dort wurden kleine Elektroshuttle eingesetzt um die 600 m bis zur Wechselzone nicht laufen zu müssen. Abgefahren. Wir haben unsere Räder mit den Trinkflaschen bestückt und uns recht schnell aus dem Gewusel entfernt.

Gegen 6:30 Uhr hatten wir den Neoprenanzug an und schauten pünktlich den Start der Profis zu. Wir haben es bevorzugt unsere Schwimmeinheiten im Hotelpool zu absolvieren, da wir nicht wussten, was uns im Meer erwartet. Jedenfalls gab es viel Strömung. Alle 5 Sekunden wurden 2 Leute ins Wasser gelassen. Alex startete ein 5 Sekunden vor mir. Dann folgte das Signal für meinen Start. Also schnell ins Wasser rennen und möglichst schnell versuchen den Rhythmus zu finden. Das gelang mir gut. Mein neuer Neopren von Zoot schwimmt sich großartig. Der hat so wenig Neopren am Arm und hat dadurch so viel Bewegungsfreiheit. Ich bin begeistert (beim Ironman Wales (www.leila-kuenzel.de/ironman-wales  konnte ich durch das zu kalte Wasser leider nicht schwimmen). Die Orientierung zu den aufgestellten Bojen war nicht ganz so einfach. Die Strömung zog einen wirklich immer wieder Richtung Land. Ich überholte einige Athleten und was soll ich sagen… es lief bzw. schwamm sich einfach wunderbar. Nach der Hälfte der Strecke entdecke ich eine mir sehr bekannte Schwimmbrille und einen mir sehr bekannten Neoprenanzug. Das ist der Zeitpunkt sich das Lachen zu verkneifen, damit die Schwimmbrille nicht geflutet wird. Es war Alex! Jetzt hatten wir auch Glück mit der Strömung und mit jeder großen Welle wurde man schubartig weitergeschoben. Kurz vor Ende der Schwimmstrecke bewege ich die Beine bewusst stärker damit der Körper wieder richtig durchblutet wird und es mir beim Ausstieg nicht so schwindlig ist. Nach 25:21 min verließ ich das Wasser und hatte die ersten 1,9 Kilometer weg.

Jetzt ging es auf zur Wechselzone. Die Utensilien fürs Radfahren schnappen, Neo aus, Helm auf und schnell zum Rad laufen. Die Wechselzone war ca. 600 m lang und weil ich mich nicht als AWA Athlet gemeldet hatte, durfte ich mein Bike von ganz hinten bis ganz vor durch die Wechselzone schieben. Naja, gibt schlimmeres! Als ich aus der Wechselzone raus bin, springe ich aufs Rad und ziehe meine Schuhe auf dem Rad an. Der Wind blies schon ziemlich heftig und ich hatte mit meinem hohen Vorderrad gut Mühe alles auszubalancieren. Ja, in China ist alles anders. Hier wird eben mal eine 6 spurige Straße komplett mit Gittern abgesperrt und alle 50 m steht ein Polizist und überwacht alles. Fahren wie auf einer Autobahn. Ich entschied mich diesmal ohne Wattsystem zu fahren und verlies mich auf mein Gefühl. 2 Runde á 45 km mit 800 Höhenmetern und feinstem Asphalt. Fetzt. Mich überholte eine Dame, dann ich sie wieder, am Ende gingen wir im Abstand von paar Sekunden gemeinsam von der Radstrecke. Ich habe schnell noch die Schuhe am Rad ausgezogen und lief Barfuß in die Wechselzone. Jetzt verfluchte ich tatsächlich kein AWA Athlet zu sein, denn meine Radschuhe drehten sich so bescheiden am Rad, dass sie immer wieder am Boden aufkamen und mein Rad dadurch kurz hüpfte … da können 600 m lang sein. Egal. Erwähnte ich, dass es nie einen perfekten Wettkampf geben wird. Das ist meine persönliche Theorie, damit man nie aufhört.

Nachdem ich mein Rad abgestellt hatte, ging es schnellen Schrittes zu den Utensilien für das Laufen. Schuhe an, Visor auf, Gelflasche in die Hand und los. Vor mir waren schon einige schnelle Athletinnen aus meiner AK. Genaues weiß man durch den Rolling Start ja nie & Supporter hatten auch nicht vor Ort.  Es fühlte sich nicht gerade locker an. Also versuchte ich eine einigermaßen verträgliche Pace zu finden und mich zu versorgen. Der Wind blies von vorne und erschwerte das Laufen. Es waren 3,5 Runden zu laufen. Alex kam mir irgendwann entgegen und ich konnte seinen Blick nicht deuten und ich hatte auch keinen Überblick wie er positioniert war. Also wieder Fokus auf mich und laufen. Nach den 3,5 Runden und 20 Komma irgendwas auf der Uhr lief nur noch der Kopf und der fühlte sich schon ganz schön verarscht. Eine drückende Hitze setzte allen Läufern zu. Der letzte Kilometer war nochmal richtig lang… vor allem  weil ich mit einem ganz anderen Zielkanal gerechnet habe! Kämpfen und Leiden hatte ich beim Ironman Wales ja schon gut gelernt dieses Jahr. Dann kam endlich das erlösende Ziel!!!! Ich wollte nur noch kaltes Wasser über meinen Kopf laufen lassen. Ich glaube es ist verdunstet. haha! Alex kam mir entgegen und brauchte mir kaltes Wasser. Ihm erging es ähnlich. Internet funktioniert in China ja nur bedingt. Alex hatte jemanden gefragt und er wusste bereits, dass er 1. In seiner AK war. Sein Hawaii Slot ist sicher. Also geht es nächstes Jahr zur WM. Wir liefen zum Hotel und checkten unsere Ergebnisse. Ich hatte den 2. Platz belegt. Bei mir gibt es nur einen Slot. Normalerweise.

Am Abend gingen wir zur Siegerehrung und Slotvergabe. Wir beide stehen zusammen auf dem Podium! Yes! Gefällt mir – gefällt uns. Zur Slotvergabe hieß es dann für Alex TIME TO KONA! Die Slotvergabe der Frauen war dann etwas chinesisch. Was in der Zwischenzeit passiert ist, könnt ihr hier lesen! Am Ende haben wir BEIDE unseren Slot für Hawaii und nun heißt es KONA2GETHER! Ein aufregendes Jahr 2017!

Bleibt alle gesund habt ein tolles Weihnachtsfest und ein wunderbares Jahr 2018! Ich danke allen, die mich 2017 begleitet haben! Es war mir ein Fest!

 

 

 

Ironman Worldchampionship 2018! Aloha!

Ironman Worldchampionship 2018! Aloha!

Wenn der Nikolaus Aloha im Gepäck hat!

Tja, was soll ich bzw. wir sagen…

Ein sportliches Jahr, was kaum zu überbieten geht, neigt sich dem Ende. Ein Ende mit vielen Höhen, ganz vielen!

Damit es nicht zu lang wird, erspare ich euch viel Text und fasse mich kurz.
Alex wollte gern 2018 nochmal auf Hawaii starten, ich dann irgendwann auch, wäre ja ohnehin mitgeflogen.

Also ging es mit unserer Reisegruppe Wales (vielen Dank dafür) nach Tenby. Die Rennzusammenfassung kennt ihr – kalt, windig und sogar ungewöhnliches hartes Wetter für Wales, am Ende – Slot knapp verpasst. Am Abend nach dem Rennen wollte ich mich von meinem Ironman Account abmelden, am Morgen danach war ich froh die Anmeldung für das nächste Rennen noch nicht abgeschickt zu haben.

9 Wochen später befanden wir uns, nach einer aufregenden Hinreise, in China wieder. Die Einzelheiten unsere Räder und Tortour ersparen wir euch. Moderne und Tradition liegen hier so eng nebeneinander – wir waren fasziniert! Das asiatische Essen in Chinatown ein Hochgenuss. Man muss sich nur einlassen. Wir lernten netten Chinesen kennen und irgendwann kannte man uns in dem Viertel – die einzigen Hellhäutigen. Wir hatten Freude miteinander, kommunizierten mit Händen und Füßen. Xiamen liegt am Meer und ist recht smogarm. Wir konnten die letzten Einheiten gut trainieren. Der Asphalt zum Radfahren ein Traum. Aber!!! Wie soll das mit dem Verkehr zum Ironman funktionieren? Der Wettkampf rückte näher, das übliche Prozedere – Radabgabe, Briefing…

Der Wettkampf in Xiamen ist schnell erzählt – Vollgas bis zum Ende.

Alex gewann souverän seine Altersklasse und ist Asia Pacific Champion! Der Konaslot safe! Ich holte mir den 2. Platz – hinter einer ehemaligen Profiathletin, aber es gab nur einen Startplatz für Hawaii in meiner Altersklasse.

Und so war es dann auch, bis der Nikolaus von Ironman eine Email ins Postfach gelegt hat! Ich dachte erst an Spam, aber der Absender stimmte. In der Email folgender Inhalt:

Lieber Sportler,
wir möchten Ihnen mitteilen, dass wir aufgrund der falschen Zuteilung von qualifizierenden Slots für die IRONMAN Weltmeisterschaften 2018 vor Ort beim IRONMAN 70.3 Xiamen 2017 einen zusätzlichen Slot für Ihre Altersgruppe bereitstellen.
Bitte antworten Sie innerhalb von 24 Stunden, wenn Sie den Slot akzeptieren oder ablehnen möchten.

Mein Herz!!!!

Klar will ich in Kona starten!! Wir wollen gemeinsam starten – der Kona Blog wird wieder gefüllt: www.facebook.com/ironman.hawaii.kona.blog

Am Abend kam der Registrierungslink! Kein Fake! Wieso weshalb und warum es den Slot jetzt noch gab – keine Ahnung, völlig egal

——> und wir sagen und machen dann mal ALOHA!!!!

einige Fakts 2017:

Wir sind beide Gesamtsieger des Peugeot Neuseenhero Challenge!
Alex zum 4. mal Gesamtsieger der Sparkassen Challenge
Ich decke jetzt alle Plätze im Gesamtklassement der Sparkassen Challenge ab (3. Platz 2017)
Der unglaubliche Ironman Wales, Ironman 70.3 Thailand, Leipzig Triathlon, Challenge Roth, ….
mehr findet ihr auch hier: www.leila-kuenzel.de/erfolge/

Vielen Dank für die Unterstützung und Begleitung an unsere verrückten Freunde und Familie! Jetzt dürft ihr endlich wieder nach Hawaii!

Vielen Dank an all die Firmen, die uns auf unseren Weg begleitet und unterstützt haben. Credimaxx, Radhaus Leipzig, Mario Schmitt-Wendling, Topo-Athletik, und sorry, wenn ich/ wir in der Eile jemanden vergessen haben!

Eine tolle Weihnachtszeit euch allen!

Ironman Wales

Ironman Wales

Und dann war er da – der Saisonhöhepunkt 2017!

Ironman Wales in Tenby! The toughest Ironman in the world!

Yes – it is – aber auch ein ganz besonders tolles Rennen mit viel Flair!

Die Anreise ist etwas beschwerlich. Wir haben uns für die Fahrt mit dem Auto entschieden. Es dauert etwas länger, dafür kann man einpacken, einpacken, einpacken.

Mit der Fähre von Calais nach Dover ging es mit P&O Ferries, recht unkompliziert und man kann auch mal 1.5 h die Augen schließen. Angenehm, nach den ersten 8 h Fahrt. Pünktlich kamen wir in Dover an und machten uns auf dem Weg ins ca. 500 km entfernte Tenby/ Wales. Gegen Abend erreichten wir unsere gebuchte Unterkunft. Mitten in der City und wirklich hübsch eingerichtet, sowie ausgestattet. Die Wohnung kann man hier buchen: Franklin House!

Am Abend und nach der langen Fahrt sind wir noch etwas im Ort unterwegs gewesen. Nach soooo viel sitzen war es sehr angenehm sich mal wieder zu bewegen.

Die Tage vergingen recht schnell, ein paar kurze Trainingseinheiten, schlafen, essen, essen schlafen….! Und schon war Mittwoch und unsere verrückten Freunde sind am Abend in Tenby angekommen!

Die Tage von Freitag bis Samstag waren mit dem übliche Prozedere versehen. Wettkampfbesprechung, Füllung der Kohlenhydatspeicher, Check-in der Räder in den Wechselgarten …!

Tenby ist ein bezaubernder Ort und ideal für Athleten. Kurze Wege, welche das ganze Vorgeplänkel sehr vereinfachen.

Raceday

Morgens 4 Uhr klingelte der Wecker und wir drei Athleten saßen mit müden Augen am Frühstückstisch. Noch schnell ein paar Dinkelpancakes, welche uns unsere Supporter am Tag vorher gebacken haben und schon waren wir auch auf dem Weg zum Wechselgarten. Es war frisch und der Himmel wolkenverhangen. Nachdem wir die Radverpflegung am Fahrrad befestigt haben, ging es wieder zurück zur Unterkunft.

Jetzt waren alle Supporter (Maxi, Steffi, Ralf, Bertram, Susann) und Athleten (Alex, Christian und ich) vereint und gingen gemeinsam zum Schwimmstart.

Start für Christian war 6:50 Uhr (Profi) & unser Start war 7:00 Uhr. Das Meer war schon gut wellig, es sollte ein Spaß werden.

Die 3,8 Kilometer waren aufgeteilt in 2 Runden á 1,9 Kilometer mit kurzen Landgang!In der zweiten Runde wurde das Wasser noch unruhiger, da die Flut reindrückte. So überlegte ich hier schon, wie ich meinen Magen beruhigte. Nach 1:06 h bei diesen nicht ganz einfachen Bedingungen war ich wieder an Land und konnte meine „verrückten Freunde“ kurz abklatschen ehe es den ersten Anstieg des Tages zu bewältigen gab. In Tenby ist alles etwas anderes. Man kommt aus dem Wasser und läuft zum ersten pinkfarbenen Wechselbeutel.  Hier zieht man Neopren aus und Laufschuhe an, um dann eine steile langgezogene Rampe hochzulaufen und einmal auf die andere Seite des Ortes zu gelangen, wo die Räder und alles andere für den längsten Sporttag des Jahres standen. Es ist schon irgendwie witzig und die Atmosphäre einzigartig. Man wird schon morgens lautstark angeschrien und durch die walisischen Straßen gebrüllt.  Nach 1,6 Kilometern schnappt man sich sein Radel und geht auf die mit 2500 Höhenmetern bespickte Radstrecke.

 

Nach circa 10 Kilometern fing es dann auch zu regnen an, ganz zu schweigen von dem Sturm, welcher jetzt schon gutes technisches Geschick auf dem Rad abverlangte.

Wales hat viele Hecken und Steinmauern. Das ist tückisch, wenn diese Steinmauern kurz unterbrochen sind, drückt der Wind einen mal schnell auf die andere Straßenseite.

Mit einem Gore-Windstopper unter dem Einteiler, Armlingen und Knielingen war ich ganz gut ausgerüstet gegen Wind und Kälte. Mehr als 11 Grad Außentemperatur sollten es heute nicht mehr werden.

Die Radstrecke ist toll, so eine ehrliche Strecke findet man derzeit selten bei Ironman- bzw. Langdistanzveranstaltungen. Auf dem Weg zum ersten Wendepunkt in Angle fegt einen der Sturm fast von der Straße, die Hügel hinauf fällt der Tacho schon mal in den einstelligen Bereich. Eine schnelle Radzeit wird hier wohl niemand erwarten, dafür Landschaft, Landschaft, Landschaft. Sofern man dafür noch ein Auge hat, denn die Straßen sind sehr eng und verwinkelt. Zusätzlich verteilten in den Abfahrten die Bauern ihr Öl, nein kein Olivenöl – Öl des Zorns – weil wahrscheinlich einmal im Jahr die Strecke gesperrt ist. Also dort wo man es eventuell mal bergab laufen lassen konnte, musste man bremsen um nicht wegzurutschen. Die ersten 90 Kilometer hatte ich in 3 h geschafft. Auf dem Weg nach Saundersfoot wurde es nochmal besonders steil mit einem Anstieg von 16 Prozent. Hier sah ich das erste Mal in einem Ironman-Rennen, dass Teilnehmer ihr Rad hochgeschoben haben. Und dann war ich kurz vor Tenby und an einem Anstieg sah ich die meine Fancrew, kurz gelächelt und weiter ging es – im strömenden Regen natürlich. Beim nächsten Wettkampf verspreche ich euch Sonne J, lach. Mir ging es gut, die Verpflegung der Kohlenhydrate klappte auch gut. Allerdings schmecke das gereichte Wasser sehr nach Chlor, was mir später noch etwas schwer zu schaffen machen sollte. Nach 6:25 h und mit 28 Kilometer/h erreichte ich die Wechselzone als 5. Frau gesamt!

 

Nun wartete der Marathon mit 500 Höhenmetern auf mich. Leider machte schon von Beginn der Laufstrecke mein Magen schon etwas ärger. Mittlerweile denke ich, dass es an der Kälte und an dem Chlorwasser lag, welches gereicht wurde. Ich lief verhalten los und wusste, dass es nicht einfach werden wird. Wer die Laufstrecke kennt, weiß warum. Alex sah ich unterwegs, er hatte einen guten Laufschritt. Ich motivierte mich langsam zu laufen und ab und zu ein Schluck RedBull zu mir zu nehmen. Leider wollte mein Magen nichts, überhaupt nichts. So wurde es ziemlich zäh, zu dem ohnehin schon brutalen Wettkampf. Der Wind blies bergab einen auch noch so sehr entgegen, dass man auch hier ordentlich zu kämpfen hatte. Es war kein einfacher Tag und etwas leid taten mir meine Supporter, welche die gesamte Zeit im Regen stehen blieben. DANKE DANKE DANKE! Niemand hat gesagt, dass Tenby einfach werden wird. Aber das es so brutal wird …  es waren wohl auch diesmal die härtesten Bedingungen ever. Nach 4:41 h überquerte ich die Finishline in Tenby überglücklich.

 

Überlegt euch gut, wo ihr startet. Wenn wir auf der Startliste stehen, könnte es zu besonderen Wetterbedingungen kommen. Der Ironman Frankfurt mit 40 Grad, Hawaii  2015, welcher in dem Jahr auch besonders heiß war und diesmal der Ironman Wales mit wirklich kühlen Temperaturen um 11 Grad. Leider konnte ich meine gute Laufform nicht auf die Strecke bringen, aber neues Ziel – neues Glück & zum Glück vergisst man schon am nächsten Tag, dass man gesagt hat, DAS war der letzten Ironman!

 

Fazit: ein beeindruckendes Rennen, welches auch noch 14 Tage später mein Herz mit Stolz erfüllt. Wer etwas besonderes mag, der sollte hier am Start gewesen sein.

 

Ich bedanke mich bei www.credimaxx.eu, Topo Athletik http://acs-vertrieb.de/category/topo-athletic, www.carboo4u.com & 21Run Triathlonteam für die Unterstützung im Jahr 2017!

SUUNTO Spartan Wrist HR getestet!

SUUNTO Spartan Wrist HR getestet!

Nach einiger  Wartezeit halte ich die SUUNTO Spartan Wrist  und gebe mal meinen Senf dazu!

Zuerst einmal…. Sie sieht toll aus! Die B-Note hat die Suunto gegen andere Sport-Uhren schon gleich gewonnen! Was will man mehr?! … natürlich der Testbericht für die Sportlichen unter uns!

Als Triathletin hat man viele Möglichkeiten die Uhr zu testen! Das sind die Funktionen, welche ich ausprobiert und getestet habe!

Rad – Laufen – Laufband – Schwimmbad – Freiwasser -Alltag!

Also lade ich die Uhr erst einmal auf, damit ich sie am nächsten Tag auch für mein Training benutzen kann! Die Grundeinstellungen sind simple erklärt, ohne die Bedienungsanleitung zu lesen, kommt hier im Grunde jeder damit klar.

Radfahren:
Nun wird es etwas komplizierter. Ich wollte die Uhr mit meinem ANT-fähigen Wattsystem koppeln um mein Training möglichst genau aufzuzeichnen! Hier schlägt das Koppel beider Sensoren fehl, nun muss doch die Bedienungsanleitung ran! Die SUUNTO ist nicht ANT fähig! Schade! Also gibt es keine Wattwerte! Als nächstes lade ich die SUUNTO Movescount App auf mein Mobiltelefon, packe meine 7 Sachen und fahre los!
Was wird angezeigt – Rundengeschwindigkeit – Geschwindigkeit – Herzfrequenz (gemessen am Handgelenk) – Höhenlage!
Ein paar kleine Abweichungen zu meiner anderen Uhr gibt es, aber diese sind minimal! Die Herzfrequenz funktioniert bei mir tadellos und stimmt mit den gemessenen Werten via Pulsgurt überein. Zusätzlich kann auch ein externer Pulsgurt mit der SUUNTO gekoppelt werden!

Laufen:
Es dauert etwas bis die Uhr das GPS Signal findet, dann laufe ich morgens los. Für mich geht es heute zur 400 m Tatarbahn, meine Einheit 18 x 800 m!
Nach etwas Erwärmen geht es recht zügig los!
Zwei Uhren am Handgelenk hat schon etwas! Leider war ich hier mit der SUUNTO nicht zufrieden. Bereits nach 800 m erhielt ich den Signalton für 1000 m! Hier loggte sich die Uhr auch nicht erneut ein, sondern bliebt tatsächlich immer bei der Abweichung. Die Auswertung mit der App ist hier recht simple und ausreichend. Es gibt ein SUUNTO Movie als witziges Gimmick! Immer im Kreis herum! Bei einem weiteren Lauf zeigt die Uhr auch erst wieder viel zu kurze Meterangaben an, pegelt sich dann  allerdings irgendwann ein und stimmt! Als GPS Einstellung nutze ich „Beste“ und zusätzlich GLONASS!

Freiwasser:
Im Freiwasser sind die Werte / Meterangaben als Orientierung völlig ausreichend. Mir genüg die Zeit und die ca. Angaben! Wechselte ich doch immer mal von Freistil in anderen Schwimmarten!

Poolschwimmen:
Überrascht hat mich die Spartan Wrist HR beim Poolschwimmen. Hier konnte ich keine Abweichungen feststellen. Der Pool blieb 25 m lang 🙂 und am Ende stimmten die zurückgelegten Kilometer!

Touchscreen:
Das schwarze Display und die analoge Uhranzeige fasziniert mich und funktioniert auch tadelos! Im Dunklen kann man problemlos alle wichtigen Details erkennen. Einzig bei Nässe ist es etwas schwieriger mit der Bedienung des Touchscreen!

Mein Fazit! Ich mag die Uhr, sie passt zu vielen Outfits, nicht nur beim Sport! Das macht sie für mich zu einem täglichen Begleiter. Ich bewege mich gefühlt ohnehin den ganzen Tag und mit nun kann ich mit dem Fitness-Tracker auch noch ganz genau meine Hummeln kontrollieren – :-)!

In diesem Sinne, habt Rückenwind und Sonnenschein!